SucheScriptoriumBuchversandArchiv IndexSponsor


Auswanderung der Juden
aus dem Dritten Reich

Ingrid Weckert



Teil 1 - Einführung

Die zeitgenössische Geschichtsschreibung hat es sich angewöhnt, alles, was mit dem Dritten Reich zusammenhängt, nur in negativen Farben zu malen, völlig unbeeinflußt von den tatsächlichen historischen Ereignissen. Das trifft besonders dann zu, wenn von der Bevölkerungsgruppe der Juden die Rede ist. So wird auch die Auswanderung der Juden aus Deutschland oft völlig entstellt dargestellt.

Es gibt immer noch Publikationen, in denen die Dinge so geschildert werden, als sei die Auswanderung der Juden eine Art Geheimaktion gewesen. Als hätten die Juden, die Deutschland verlassen wollten, sich gegen den Willen der deutschen Behörden, oft bei Nacht und Nebel, heimlich über die Grenze schleichen und dabei ihre gesamte Habe und ihr Vermögen zurücklassen müssen. In anderen Darstellungen kann man lesen, daß Deutschland sich die Auslandsvisa habe teuer bezahlen lassen. Sowohl der Erfindungsgeist wie die Dummheit der Autoren kennen auf diesem Gebiet keine Grenzen.

Die Wahrheit ist, daß die Auswanderung von der deutschen Regierung gewünscht wurde und vielfach unter einem immer stärker werdenden Druck stattfand. Die antisemitische Gesetzgebung im Dritten Reich ist ein Faktum, das von niemandem bestritten werden kann. Der seelische Druck, unter dem die Juden seit 1933 in Deutschland lebten, und die oft tragischen Folgen für die betroffenen Personen oder Familien sollen mit keinem Wort bagatellisiert werden. Aber das alles ist bereits in zahllosen Publikationen, in Rundfunk- und Fernsehsendungen in das Bewußtsein der Öffentlichkeit getragen worden. Wir brauchen darauf hier nicht einzugehen.

Entgegen zahlreichen Erlebnisberichten oder Lebenserinnerungen muß jedoch festgehalten werden: Die Auswanderung war keine wilde Flucht, sondern ein durch rechtliche Bestimmungen geregeltes Geschehen. Der Zweck dieser Ausführungen ist, diese Bestimmungen näher zu erläutern und so zu dem überlieferten Bild der jüdischen Auswanderung aus Deutschland die fehlende Ergänzung zu liefern.

Die deutschen Behörden und die jüdischen Organisationen haben zum Zweck der Auswanderung eng zusammengearbeitet. Die an einer Auswanderung interessierten Juden wurden von allen Seiten ausführlich beraten und ihnen wurde zahlreiche Hilfe zuteil. Von einer geheimen Flucht, bei Nacht und Nebel über irgendeine Grenze kann gar keine Rede sein. Im Gegenteil. Der deutschen Regierung lag daran, die Juden aus dem Land zu bekommen. Es wäre widersinnig gewesen, wenn sie sie daran gehindert hätte.




.
Teil 2 - Die jüdische "Kriegserklärung"

Nach der Wahl Adolf Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 und der darauf folgenden Machtübernahme durch die nationalsozialistische Partei glaubte die überwiegende Mehrheit der 500.000 in Deutschland lebenden Juden durchaus nicht, daß die neue politische Konstellation für sie zu einer grundsätzlichen Änderung ihres Lebens führen mußte. Allenfalls rechneten sie mit temporären Behinderungen, aber nicht mit einer generellen Ausschaltung aus dem öffentlichen Leben oder gar mit einer Abdrängung aus Deutschland. So packten zunächst lediglich politisch exponierte Personen ihre Koffer und verlegten ihr Domizil ins Ausland, zumeist in der Überzeugung, früher oder später zurückkommen zu können.

Judea declares war Bereits am 24. März 1933, also keine 2 Monate nach der Regierungsübernahme durch die Nationalsozialisten, erklärte die "Judenheit der Welt", wie sie sich nannte ("World Jewry"), Deutschland den Krieg. Da die "Judenheit der Welt" über kein Staatswesen verfügte, setzte sie die Macht ein, die ihr zur Verfügung stand, nämlich ihren Einfluß auf die Weltwirtschaft und verhängte einen weltweiten Boykott über Deutschland.

Nach dieser spektakulären Erklärung, die im Londoner Daily Express erschienen war, hätte es eigentlich nicht nur der "Judenheit der Welt", sondern auch den in Deutschland lebenden Juden klar sein müssen, daß das für sie nicht ohne Folgen bleiben kann. Kein Land der Welt, das etwas auf sich hält - und das damalige Deutschland hielt viel auf sich! - kann eine solche Herausforderung unbeantwortet lassen. Zudem traf uns der Wirtschaftsboykott an unserer schwächsten Stelle.

Die wirtschaftliche Lage war katastrophal genug. Über 6 Millionen Arbeitslose, unzählige in Konkurs gegangene Betriebe, ein zusammengebrochenes Wirtschaftssystem bildeten für die neue deutsche Regierung eine fast untragbare Last und unlösbar scheinende Aufgaben. Der zusätzliche Boykott deutscher Waren durch das Ausland hätte uns eigentlich den Todesstoß versetzen müssen. Daß das nicht geschah, daß sich Deutschland im Gegenteil in unglaublich kurzer Zeit wirtschaftlich erholte und beispielgebend für andere Länder wurde, war allein dem Genie der damaligen Führung zuzuschreiben. Das bestätigen nicht nur zahlreiche zeitgenössische Berichte, sondern auch einige Studien der neueren Zeit, die sich in ihren Darstellungen den Tatsachen verpflichtet fühlen. In diesem Zusammenhang sei ganz besonders auf das Werk von Rainer Zitelmann (Hitler) hingewiesen, in dem er der wirtschaftlichen Gesundung Deutschlands zwei Kapitel widmet.1




.
Teil 3 - Juden in Deutschland

Eine Folge der feindseligen Haltung des sogenannten Weltjudentums waren die Bestrebungen der deutschen Regierung, jüdische Bürger aus einflußreichen staatlichen Stellen zu entlassen; später erst erwuchs vor allem aus der jüdischen Kriegserklärung der Wille, sie aus Deutschland zu entfernen, sie zur Auswanderung zu bringen. Dies führte dann folgerichtig zur staatlichen Förderung der Auswanderung der Juden aus Deutschland.

Zweifellos war das für die deutschen Juden eine tragische Entwicklung. Denn unbeschadet der Tatsache, daß die sogenannte Weltjudenheit Deutschland den Krieg erklärt hatte, war Deutschland die Heimat für Hunderttausende von ihnen. Die meisten lebten hier bereits seit mehreren Generationen. Für sie war "Auswandern" eine zunächst nicht vorstellbare Alternative. Viele konnten sich lange Zeit nicht zu diesem Schritt entschließen.

Es gab unter den deutschen Juden eine Vielzahl von Gruppen und Untergruppen mit zahlreichen voneinander abweichenden politischen Meinungen. Neben rein religiösen Vereinigungen existierten die unterschiedlichsten Verbände mit oft entgegengesetzten Ansichten zu bestimmten Fragen.

Die vier größten jüdischen Vereinigungen waren:

1. Der "Central-Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens", kurz "Zentralverein" oder CVgenannt. Er bestand seit 1893. Er wurde 1935 umbenannt in "Central-Verein der Juden in Deutschland". Mitglieder ca. 70.000. Sein politisches Organ war die C.V.-Zeitung.

2. Die "Zionistische Vereinigung für Deutschland" (ZVfD), gegründet 1897. Mitglieder ca. 10.000. Sie gab die Jüdische Rundschau heraus.
Im Jahr 1925 hatte sich die "Zionistische Vereinigung" gespalten. Es entstand eine "Neu-Zionistische Bewegung", die sich auch "Revisionisten" oder "Staatszionisten" nannten. Der Name "Staatszionisten" kennzeichnete das Streben nach einem eigenen, jüdischen Staat. Gründer und Leiter der Revisionisten war Vladimir Jabotinsky. Sein Vertreter in Deutschland wurde Georg Kareski.

3. Der "Reichsbund jüdischer Frontsoldaten" (RjF), gegründet 1919. Mitglieder ca. 10 000, Zeitung: Der Schild.

4. Der "Verband nationaldeutscher Juden" (VNJ), gegr. 1921, Mitglieder ca. 10.000, Zeitung: Der nationaldeutsche Jude.

Um die jüdischen Interessen gegenüber der Regierung besser vertreten zu können, wurde 1933 ein Dachverband gegründet mit dem Namen "Reichsvertretung der deutschen Juden" (RV). Die "Reichsvertretung" wurde 1935 umbenannt in "Reichsvertretung der Juden in Deutschland" und 1939 umbenannt in "Reichsvereinigung der Juden in Deutschland". Der VNJ weigerte sich jedoch, diesem Dachverband beizutreten.

Trotz aller Differenzierungen lassen sich zwei Grundrichtungen unterscheiden: eine, deren das Deutschtum die Hauptsache und Judentum nur Religionsangelegenheit war, und eine andere, die mit der jüdischen Religion auch das Bewußtsein einer anderen Volkszugehörigkeit verband. Diese zweite Gruppe waren die Zionisten. Innerhalb der deutschen Juden waren sie zwar in der Minderheit, gewannen aber im Laufe der Zeit den größten Einfluß.

Die überwiegende Mehrzahl der deutschen Juden lebte schon seit weit über hundert Jahren hier. Mit dem Judenedikt (1812) war die politische Gleichstellung der Juden erreicht und waren die bis dahin geltenden Restriktionen aufgehoben worden. Sie fühlten sich demnach als Deutsche und nicht als Fremde. Die Anhänglichkeit an Deutschland führte, zumindest in den ersten Jahren nach 1933, nicht nur zu Sympathiekundgebungen und positiven Stellungnahmen für ihr deutsches Vaterland und die nationalsozialistische Bewegung, sondern teilweise auch zu einer ausgesprochenen Feindschaft gegenüber den Zionisten, die im Laufe der Zeit immer stärker auf Unterbindung jedweder Assimilierung und auf Auswanderung drängten.

Zunächst hatte es auch in der zionistischen Jüdischen Rundschau noch geheißen:

"Das deutsche Volk soll wissen, geschichtliche Verbundenheit von Jahrhunderten ist nicht so einfach zu lösen." (13.4.1933)

Und etwas später schrieb die gleiche Zeitung:

"Wir glauben, daß auch die deutschen Juden ihren Platz und ihre Eingliederung in diesem Staate finden müssen und wir hoffen, daß sich noch die Form hierfür, die mit den Grundsätzen des neuen Staates in Einklang steht, wird finden lassen." (29.8.1933)

Noch nach den sogenannten "Nürnberger Gesetzen" schrieb die Jüdische Rundschau, daß es jetzt die Aufgabe der Juden sei, ihre Sonderstellung innerhalb des deutschen Volkes nach der positiven Seite zu entwickeln. (17.9.1935)

Hier sollen noch einige weitere Zitate folgen, die dokumentieren, wie sehr sich in jenen Jahren auch jüdische Bürger mit Deutschland identifizierten. Natürlich soll das nicht den Eindruck erwecken, als hätten die Juden in der Mehrheit nicht eine mißtrauische oder ablehnende Haltung gegenüber der nationalsozialistischen Regierung eingenommen. Aber es gab auch andere Standpunkte, die heute in der Regel verschwiegen werden.

In Punkt 1. der Satzung des "Verbandes Nationaldeutscher Juden" (VNJ) hieß es:

"Der VNJ ist eine Organisation der Deutschen jüdischen Stammes, die bei offenem Bekennen ihrer Abstammung sich mit deutschem Wesen und deutscher Kultur so unauflöslich verwachsen fühlen, daß sie nicht anders als deutsch empfinden und denken können."2

Dr. Max Naumann, der Vorsitzende des VNJ, hatte schon über ein Jahrzehnt vorher, in den Jahren 1920 und 1924 - also lange vor dem Aufkommen des Nationalsozialismus - wiederholt Aufsätze zur Judenfrage veröffentlicht. In diesen Arbeiten vertrat er folgende Positionen: Er unterscheidet zwischen "Deutschjuden" und "Fremdjuden" und sagt:

"Die Deutschjuden gehören zum deutschen Volke, die Fremdjuden zu einem in alle Winde zerstreuten Volk ohne Land, denn auch das englische Palästina ist keineswegs ihr Land und wird es niemals sein."

Die Fremdjuden definiert er weiterhin als eine Gruppe, die sich auszeichnet "durch die krampfhaft aufrecht erhaltene Rückständigkeit", "durch den Wahn, eine Gemeinschaft von Auserwählten und für die anderen ein 'Problem' zu sein".

Zu den "Fremdjuden" rechnet er auch die Zionisten. Und hier unterscheidet er wiederum zwischen zwei Gruppen. Die "ehrlich und gerade denkenden Zionisten" sind die, die ihre Andersartigkeit erkennen und bereit sind, als Fremde in Deutschland zu leben, gegebenenfalls auch unter Fremdgesetzgebung. Wer aber weder zu den einen, also den "Deutschjuden", noch zu den andern, den bewußten Zionisten, gehört, ist "der Rest, der wert ist, zugrundezugehen. Denn es ist immer noch besser, daß ein kleiner Rest von Wurzellosen zugrundegeht, als daß Hunderttausende von Menschen zugrundegehen, die wissen, wohin sie gehören. - Nicht zugrundegehen darf unser deutsches Volk."3

Man kann sagen, das ist die Ansicht eines einzelnen, aber dieser Mann, mit diesen Ansichten, wurde Jahr für Jahr zum Vorsitzenden des Verbandes der Nationaldeutschen Juden gewählt. Das wäre ja kaum möglich gewesen, wenn der Verband sich von der Meinung des Dr. Naumann hätte distanzieren wollen. Man kann also mit Recht davon ausgehen, daß es eine Gruppe von Juden gab, die eine solche sehr extreme Ansicht in bezug auf ihr Judentum besaß.

Wie schon oben erwähnt, weigerte sich der Verband Nationaldeutscher Juden, sich dem Dachverband der anderen jüdischen Gruppen anzuschließen. Seine Mitglieder fühlten sich so sehr als Deutsche, daß sie meinten, in einem jüdischen Dachverband nichts verloren zu haben.

Noch radikaler war die Einstellung einer deutsch-nationalen Jugendgruppe, das "Schwarze Fähnlein". Es löste sich 1934 auf, nachdem ein Teil seiner Mitglieder aus dem Judentum ausgetreten war, um, wie es in der offiziellen Erklärung hieß, "die restlose Trennung vom Judentum in jeder Form" zu demonstrieren.4

Nicht nur dem Deutschtum, sondern auch dem Nationalsozialismus gegenüber gab es eine Reihe von positiven Stellungnahmen.

In der Zeitschrift Der Nationaldeutsche Jude wurde schon 1931 die Frage gestellt: "Können Juden Nationalsozialisten sein?" und sie wurde uneingeschränkt bejaht. Die Zeitung schrieb:

"Haben nicht wir Juden unser Blut auf den Kampffeldern für Deutschland vergossen? War nicht ein Jude Präsident des ersten deutschen Parlaments in der Paulskirche?5 War nicht der Gründer der konservativen Partei ein Jude? Wem verdanken die Parteien, welche ein einiges deutsches Vaterland zu ihrer Losung erheben, ihr Entstehen und ihre Organisation? Den Juden! Wer hat die Forderungen, die heute die Hauptpunkte des nationalsozialistischen Programms ausmachen, zuerst mit voller Schärfe und Deutlichkeit formuliert? Ein Jude - Walter Rathenau." (Nr. 1, Januar 1931.)

Nach der Machtübernahme durch Hitler schrieb die gleiche Zeitung:

"Das Deutschland der Zukunft steht vor ganz neuartigen Aufgaben, und diese können nur durch ein von Grund auf erneuertes Volk gelöst werden. Dieses Volk zu schaffen, es zu schaffen in der Gestalt einer nationalen Gemeinschaft, die im Laufe der deutschen Geschichte noch niemals bestanden hat, ist die große und, wenn sie im rechten Sinn unternommen wird, wahrhaft befreiende Aufgabe der nationalen Führer." (1933, Mitte Mai, Sondernummer.)

Herr Naumann vom VNJ erklärte 1934:

"Wir haben stets das Wohl des deutschen Volkes und Vaterlandes, dem wir uns unauflöslich verbunden fühlen, über unser eigenes Wohl gestellt. Deshalb haben wir die nationale Erhebung vom Januar 1933 begrüßt, trotzdem sie für uns selbst Härten brachte, denn wir sahen in ihr das einzige Mittel, den in vierzehn Unglücksjahren von undeutschen Elementen angerichteten Schaden zu beseitigen."6

Ein orthodoxer Rabbiner aus Ansbach, ebenfalls 1934:

"Ich lehne die Lehren des Marxismus vom jüdischen Standpunkt aus ab und bekenne mich zum Nationalsozialismus, natürlich ohne seine antisemitische Komponente. Ohne den Antisemitismus würde der Nationalsozialismus in den überlieferungstreuen Juden seine treuesten Anhänger finden."7

Wie bereits gesagt, waren das natürlich nicht die Ansichten einer ins Gewicht fallenden Anzahl von Leuten, aber es gab eben auch diese Haltung - eine Einstellung übrigens, die den Nationalsozialisten überhaupt nicht paßte. Sie wollten keine Zustimmung zu ihren Ideen durch jüdische Bürger, sie wollten, daß die Juden möglichst zahlreich aus Deutschland verschwanden.

Dieser von den Nationalsozialisten eingenommenen Haltung entsprach im Prinzip die Einstellung der Zionisten. Sie traten für ein volksbewußtes Judentum ein und bestritten aus diesem Grund das innere Verhaftetsein der Juden an Deutschland. Aber sie befürworteten den Nationalsozialismus, mit dem sie die gleiche Grundeinstellung verband: das Bekenntnis zum eigenen Volk und Staat.

Im Dezember 1935 wurde Georg Kareski, der Vorsitzende der deutschen Staatszionisten, von einem Mitarbeiter der Goebbels-Zeitschrift Der Angriff im Zusammenhang mit den "Nürnberger Gesetzen" interviewt. Seine Meinung zu der Art, wie einzelne Fragen in diesen Gesetzen behandelt worden waren, war durchaus positiv. Kareski sagte, daß die Nürnberger Gesetze alte zionistische Forderungen erfüllen. So z.B. die Trennung von deutschem und jüdischem Volkstum, die Einrichtung von Schulen nur für jüdische Schüler, Pflege und Förderung einer spezifisch jüdischen Kultur und vor allem das staatliche Verbot von Mischehen, die nach dem jüdischen Gesetz ohnehin nicht zugelassen waren. (Der Angriff, 23. Dezember 1935.)8

Das Kareski-Interview blieb auch in jüdischen Kreisen nicht unumstritten. Aber es gab sowohl orthodoxe als vor allem zionistische Gruppen, die Kareski zustimmten.


Seite zurueckInhaltsuebersichtSeite vor

Anmerkungen

1Rainer Zitelmann, Hitler. Selbstverständnis eines Revolutionärs, vor allem Kapitel IV und V. ...zurück...

2Klaus J. Herrmann, Das Dritte Reich und die deutsch-jüdischen Organisationen 1933-1934, Schriftenreihe der Hochschule für politische Wissenschaften München, N.F.H. 4, Köln 1969, S. 74. ...zurück...

3Herrmann (Anm. 2), S. 30. ...zurück...

4Herrmann (Anm. 2), S. 41. ...zurück...

5Das ist ein Irrtum. Der Präsident des ersten deutschen Parlaments in der Frankfurter Paulskirche war Heinrich Freiherr von Gagern. Er gehörte einem alten Adelsgeschlecht aus Rügen an, das bis in das 13. Jahrhundert zurückgeht. Möglicherweise ist der Artikelschreiber einer Verwechslung erlegen und meinte Martin Eduard von Simson, einen getauften Juden, der 1871 der erste Präsident des Reichstages wurde. ...zurück...

6Herrmann (Anm. 2), S. 22. ...zurück...

7Herrmann (Anm. 2), S. 3. ...zurück...

8Vollständiger Text in: Udo Walendy, Historische Tatsachen Nr. 61, "Aspekte jüdischen Lebens im Dritten Reich. 1. Teil", Vlotho, 1993, S. 17-18. ...zurück...


Seite zurückInhaltsübersichtSeite vor

Auswanderung der Juden aus dem Dritten Reich