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Der Bromberger Blutsonntag
im September 1939, oder
"Die gezielte Provokation zu Beginn des Zweiten Weltkrieges."
Wie es damals wirklich war.
Teil 1 - Zum Geleit
Professor Barnes, der berühmte amerikanische Historiker, der seit einem halben
Jahrhundert in
der geschichtlichen Forschung steht, schreibt allen Tendenzforschern zum Trotz (und dieses
Urteil
ist gewichtiger als die journalistische, zeitgeschichtliche Meinung von heute):
"Obwohl unabwendbar auf dokumentarischer Grundlage bewiesen
worden ist, daß Hitler
nicht verantwortlicher - wenn überhaupt
verantwortlich - für den Krieg von 1939 gewesen ist, als der Kaiser es 1914 war,
stützte man sich nach 1945 in Deutschland auf das Verdikt der deutschen Alleinschuld,
das
von der Wahrheit genau so weit entfernt liegt wie die Kriegsschuldklausel des Versailler
Vertrages."
Derselbe Historiker schreibt in einem Aufsatz an die Deutschen gewandt:
"Das deutsche Kriegsschuldbewußtsein stellt einen Fall von
geradezu unbegreiflicher
Selbstbezichtigungssucht ohnegleichen in der Geschichte der Menschheit dar. Ich kenne
jedenfalls
kein anderes Beispiel in der Geschichte dafür, daß ein Volk diese nahezu
wahnsinnige Sucht zeigt, die dunklen Schatten der Schuld auf sich zu nehmen an einem
politischen Verbrechen, das es nicht beging, es sei denn jenes Verbrechen, sich selbst die Schuld
am Zweiten Weltkrieg aufzubürden."
.
Teil 2 - Vorwort
Wenn Oswald Spengler, seherisch und wie wohl kaum ein anderer, den uns heute
schockierenden
Verfall der kapitalistischen Demokratien treffend voraussagte und Leo Trotzki, der Gegenspieler
Stalins, kurz vor seiner Ermordung im Jahre 1940 erklärte, "unser Zeitalter sei vor allem
ein
Zeitalter der Lügen", so
dürfte es - nach allem was wir seit 1945 selbst erlebt
haben - gegen die Richtigkeit dieser Behauptungen keine Einwände mehr geben.
So wird in Verbindung mit der zum Glaubensartikel gemachten "Alleinschuld Deutschlands am
Zweiten Weltkrieg" immer noch die Behauptung verbreitet, Hitler habe die Volksdeutschen in
Polen als Provokateure benutzt, um Polen überfallen zu können. Also müsse
es
für jedermann als selbstverständlich gelten, daß der Bromberger Blutsonntag
letztlich nichts weiter als ein infamer Goebbelsschwindel gewesen sei. Ebenso wurde nach 1945
im Westen verschiedentlich behauptet, der Massenmord an den polnischen Offizieren im Walde
von Katyn könne bedenkenlos der SS zugeschrieben werden. Zu dieser Strategie
weltweiter
Deutschenverleumdung gehört
ebenso - wo passend - die Taktik des Totschweigens und Kaschierens.
Von der 15-Millionenvertreibung der Ostdeutschen und den damit verbundenen Massenmorden
und Massenvergewaltigungen haben diese "Wahrheitsverkünder" offenbar nie etwas
gehört. Sie werden nur dann übermäßig laut, wenn irgendein
wahrheitsliebender Forscher ihr sorgfältig abgesichertes Politkonzept zu entlarven droht.
Dann werden sogleich Massenmedien und Staatsanwälte in Bewegung gebracht, um
aufgeschreckte Bürger dahingehend zu belehren, der "Wahrheitstempel unserer Zeit"
werde
zum Angriffsziel bösartiger Faschisten gemacht.
Ähnliche antideutsche Manöver sind bekanntlich in der Welt Legion. Um diese
Schlammflut nicht versiegen zu lassen, hat Pan T. Jaszowski als Kommentator des Bromberger
IL. Kurjer Polski in der Ausgabe seines Blattes vom 1. 9. 1973 erneut das
Ammenmärchen von der "fünften Kolonne" der Volksdeutschen in Polen
ausgebreitet. Wie eh und je wird behauptet, die von Berlin ferngesteuerten aufständischen
Deutschen wären den Polen in den Rücken gefallen und somit an allem schuldig
geworden. In diesem Reigen neueuropäischer "Enthüllungen" fehlt auch der
Spiegel des Herrn Augstein nicht. Aus seiner Ausgabe Nr. 39/73 ist gleichfalls zu
erfahren,
daß "fanatische Volksdeutsche" damals die Initiatoren von Bromberg waren. Nun, da
heute
noch zehntausende von ehemaligen Volksdeutschen leben, die im September 1939 in Polen
dabei
waren und die Wirklichkeit der blutigen Geschehnisse aus eigenem Erleben kennen, bedarf es
unsererseits keiner propagandistischen Antithese. Auch der Verfasser dieser Schrift war wenige
Tage nach dem Massaker in Bromberg und er stand wenig später inmitten einer
großen
Trauergemeinde vor den Särgen ermordeter Volksdeutscher auf dem Altstädtischen
Markt in Thorn. Er hatte darunter zahlreiche Freunde und Bekannte zu beklagen. Seitdem hat
er sich mit den Septembergeschehnissen des Jahres 1939 gründlichst befaßt. In der
Erfüllung der Forderung Leopold von Rankes und unseres unvergeßlichen Dr. Hans
W. Hagen, Geschichte darzustellen, "wie sie sich wirklich ereignet hat", möge
daher diese
Schrift dazu beitragen, die Geschehnisse von damals in klärendem Licht zu sehen.
Der Verfasser
 
Der Bromberger Blutsonntag im September 1939, oder
Die gezielte Provokation zu Beginn des Zweiten Weltkrieges
Wie es damals wirklich war
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