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IV. Die wichtigsten Rohstoffe und ihre Quellen (Forts.)

6. Fett- und Ölrohstoffe

Eine fast stürmisch zu nennende Entwicklung haben in Deutschland die vielen Industriezweige genommen, deren Fabrikate pflanzliche Fette zur Grundlage haben. Diese Entwicklung hängt mit der Entfaltung der deutschen Industrie überhaupt zusammen, deren Bedarf an Ölen aller Art schon mit der Verwendung der Maschine wuchs. Von besonderer Bedeutung aber ist geworden, daß die wissenschaftlichen und technischen Fortschritte der letzten Jahrzehnte – und nicht zuletzt die harte Notwendigkeit der Kriegs- und Nachkriegszeit – zu einer sehr rasch gestiegenen Ausnutzung pflanzlicher Fette zu Ernährungszwecken geführt haben. Die Versorgung mit Ölrohstoffen ist damit von immer größerer Bedeutung geworden.

Die Entwicklung der Ölmühlenindustrie, die aus pflanzlichen Rohstoffen Öle herstellt, in der Vorkriegszeit mag aus folgenden Zahlen ersehen werden:

Nach Angabe des Verbandes der deutschen Ölmühlen wurden an Ölrohstoffen in Deutschland verarbeitet

1875 rund 300 000 t
1907   " 954 000 t
1913   " 1 785 000 t

Diese Rohstoffe entstammten deutschen und fremden Ernten, wobei aber hervorzuheben ist, daß die deutschen Bodenerträge an Ölfrüchten rasch zurückgingen. Sie werden geschätzt für

1875 auf rund 200 000 t
1907   "    " 60 000 t
1913   "    " 50 000 t

Ein Vergleich der beiden Zahlenreihen ergibt, daß im Jahre 1875 noch 66 v. H. der von den deutschen Ölmühlen verarbeiteten Rohstoffe deutsches Erzeugnis waren, 1907 dagegen nur 6,3 v. H. und 1913 nur noch 2,8 v. H.

Dem entspricht der Rückgang der Anbauflächen von Ölfrüchten in Deutschland. Nach den Übersichten des Internationalen Landwirtschaftlichen Instituts zu Rom waren in Deutschland bebaut mit

Lein 1878 rund 132 000 ha    Hanf 1878 rund 21 000 ha    Raps 1878 rund 176 000 ha
1913   " 16 500  "  1913   " 700  "  1913   " 32 000  " 

[80] Trotzdem stieg die Produktion Deutschlands an Ölen und Fetten aus pflanzlichen Rohstoffen gerade in den letzten Jahren vor dem Kriege sehr stark. Sie betrug

in 1000 t   in 1000 t
1908 385,4   1911 483,6
1909 462,8   1912 535,3
1910 517,5   1913 644,2

Die Einfuhr pflanzlicher Öle und Fette war vergleichsweise gering und hatte eher eine sinkende als eine steigende Tendenz. Sie betrug

in 1000 t   in 1000 t
1908 108,7   1911 109,4
1909 110,9   1912 116,3
1910 112,3   1913 79,6

Dagegen war die Ausfuhr in rascher Zunahme begriffen. Sie betrug

in 1000 t   in 1000 t
1908 46,0   1911 87,7
1909 57,0   1912 120,8
1910 86,4   1913 134,4

Das Ergebnis der vorstehend kurz skizzierten Entwicklung war, daß die deutsche ölerzeugende Industrie in den letzten Friedensjahren die gleiche Industrie aller übrigen Kontinentalstaaten überflügelt hatte, und daß Deutschland hinsichtlich seiner Ölrohstoffversorgung vor dem Kriege von allen europäischen Ländern die größten Ansprüche an den Weltmarkt stellte. Das zeigen die nachstehenden Zahlen, die die Rohstoffeinfuhr der drei Hauptverarbeitungsländer in 1000 t angeben:

Deutschland     England     Frankreich
1901       648   710 556
1906 805 1 108 717
1912 1 143   1 316 1 001  
1913 1 751   1 503 1 024  

Der Bedarf Deutschlands an Fettstoffen der hier betrachteten Art ist während des Krieges und nachher in ungeheuerlicher Weise gewachsen. Man braucht nur an die außerordentliche Entfaltung der Automobilindustrie zu denken und an den damit verbundenen Schmierölbedarf, und man erinnere sich anderseits, welche ungemein starke Ausdehnung der Margarineverbrauch in Deutschland erfahren hat. Prüfen wir im einzelnen, wie sich die [81] Versorgung mit Fettstoffen im Verhältnis zu dem Bedarf der Nachkriegszeit gestaltet hat.

An Ölfrüchten wurden eingeführt:


In 1000 t In Millionen M


 1913    1923    1924    1925    1913    1923    1924    1925

Raps         153,4 66,9 50,5 49,3 38,8 21,7 18,1 20,1
Hederichsaat 2,5 0,04 0,04 0,1 0,4 •   •   •  
Senf 7,8 1,0 3,6 6,0 2,1 0,4 1,6 2,7
Mohn 20,6 0,3 1,9 4,5 6,3 0,1 0,8 2,2
Sonnenblumensamen   1,0 19,7 86,6 0,2 4,9 22,2
Leinsaat 560,4 56,0 129,8 250,7 129,7 20,8 48,1 102,3
Hanfsaat 9,9 0,3 0,9 0,7 1,6 0,1 0,3 0,2
Madia- usw. Samen 0,5 0,1 0,1 0,2 0,1 0,02 0,03 0,1
Erdnüsse 98,1 37,7 74,9 323,5 28,2 15,3 32,7 152,4
Sesam 116,0 26,5 9,2 20,9 43,7 11,9 4,4 11,0
Baumwollsamen 219,8 22,1 45,4 46,7 37,3 5,0 11,2 11,3
Sojabohnen usw. 125,8 97,9 137,6 336,2 23,4 22,2 32,6 84,6
Palmkerne 235,9 113,3 103,2 225,4 104,0 41,6 40,7 95,4
Kopra 196,6 143,9 146,8 172,2 121,9 76,9 80,5 102,8

          Summe  1 747,3  567,04  723,64  1 523,0 537,5  216,22  275,93  607,3

Die eingeführten Ölfrüchte sind zum großen Teil oder ausschließlich überseeischen Ursprungs. Selbst Leinsaat und Raps kommen ganz überwiegend über See, nämlich aus Argentinien und aus Britisch-Indien. Wie die Schlußsummen zeigen, war die insgesamt eingeführte Menge im Jahre 1923 auf weniger als ein Drittel der des letzten Vorkriegsjahres gesunken, und auch 1924 war bei weitem noch nicht die Hälfte der Vorkriegseinfuhr erreicht. Erst im letzten Jahre wurden annähernd ebensoviel Ölfrüchte wie 1913 eingeführt. Im einzelnen ist die Einfuhr von Raps und Leinsaat, noch stärker die von Baumwollsamen und Palmkernen, sehr stark zurückgetreten, während die von Sojabohnen und Erdnüssen die Friedensbezüge weit übersteigt.

Die Ausfuhr dieser Ölfrüchte war schon vor dem Kriege, gemessen an der Einfuhr, winzig zu nennen. Im Jahre 1913 stellte sie sich rund auf 13 500 t, 1923 nur noch auf 2 419 t, 1924 auf 5 305 t, 1925 auf 6 503,2 t.

Die angesichts des deutschen Bedarfs und der absoluten Notwendigkeit seiner weitestmöglichen Deckung unausbleibliche Folge des Ausfalls an verfügbaren Rohstoffen war eine Steigerung der Fabrikateinfuhr und damit eine Neubelastung unserer Volkswirtschaft. Das zeigt sieh sehr deutlich, wenn wir die Einfuhr fetter Öle, also der Produkte der Ölmüllerei, in der Vor- und Nachkriegszeit näher betrachten.

[82] Es wurden eingeführt:


In 1000 t In Millionen M


 1913    1923    1924    1925    1913    1923    1924    1925

Raps- und Rüböl         1,2 2,1 2,1 1,9 0,7 1,8 1,9 1,9
Leinöl 3,2 21,6 31,1 26,7 1,6 18,8 25,6 23,1
Sojaöl 3,1 26,4 19,1 33,4 1,7 20,2 15,2 28,7
Erdnußöl 0,5 3,2 6,3 10,4 0,4 3,1 6,7 10,6
Sesamöl 0,7 0,1 0,3 0,2 0,5 0,1 0,3 0,2
Baumwollsamenöl 16,3 4,3 6,4 13,9 10,6 3,7 5,8 13,2
Sonstige 22,9 7,7 12,0 23,4 15,8 8,2 14,3 25,6

          Summe 47,9 65,4 77,3 109,9 31,3 55,9 69,8 103,3

Es wurde sonach im Jahre 1925 der Menge nach mehr als doppelt soviel an fertigen Ölen eingeführt als im Jahre 1913. Der dafür aufzuwendende Betrag hat sich gegenüber dem letzten Friedensjahre infolge Verteuerung des Fabrikats mehr als verdreifacht. Besonders stark angewachsen ist im Vergleich zum Frieden die Einfuhr von Leinöl und von Sojaöl, während die von Baumwollsamenöl und von Sesamöl niedriger ist.

Umgekehrt hat sich die Ausfuhr von Ölen gestaltet. Während im Jahre 1913 die deutsche Ölmühlenindustrie dem Ausland 22 239 t pflanzlicher Öle im Werte von 17,5 Millionen M zur Verfügung stellen konnte, waren 1923 nur noch 4 883 t, 1924 7 685 t für die Ausfuhr verfügbar. Erst 1925 wurde die Friedensausfuhr mit 25 096 t im Werte von 24,1 Millionen M etwas überholt.

Ähnlich, wenn auch nicht gleich, stellt sich die Versorgungslage für pflanzliche Rohfette, die die Grundlage vor allem auch der Margarine- und Speisefette bilden, dar. Es wurden davon eingeführt:


In 1000 t In Millionen M


 1913    1923    1924    1925    1913    1923    1924    1925

Palmöl         15,1 4,7 9,2 18,6 9,8 3,3 6,7 15,3
Palmkernöl 0,1 10,6 6,3 3,5 0,04 8,6 5,0 3,1
Kokosnußöl 0,6 19,5 8,7 5,8 0,6 17,1 7,6 5,5
Olein und sonstiges   15,6 1,1 0,9 2,5 9,7 0,9 0,9 2,1

          Summe 31,4 35,9 25,1 30,4  20,14 29,9 20,2 26,0

Hier war die Einfuhr der letzten drei Jahre der Menge nach der des letzten Friedensjahres ungefähr gleich, dem Werte nach etwas höher.

Die Ausfuhr dieser Rohfette ist sehr erheblich zusammengeschrumpft. Sie erreichte 1913 56 023 t im Werte von 48,8 Mil- [83] lionen M, war also damals erheblich höher als die Einfuhr. Im Jahre 1923 betrug sie nur noch 8 749 t, 1924: 8 127 t, 1925: 28 174 t im Werte von 24,7 Millionen M, war also nunmehr der Einfuhr wesentlich unterlegen.

Am allerdeutlichsten zeigt sich die Wirkung der veränderten Rohstoffversorgung bei der Handelsentwicklung der ganz oder vorwiegend aus pflanzlichen Rohstoffen hergestellten Fettfabrikate, die in der Nachkriegszeit die Bedeutung unentbehrlicher Nahrungsmittel erlangt haben. Es wurden eingeführt:


In 1000 t In Millionen M


 1913    1923    1924    1925    1913    1923    1924    1925

Margarine         0,02 1,9 1,8 0,2 0,02 2,7 1,7 0,2
Pflanzentalg 0,08 7,4 3,5 2,5 0,08 6,9 3,2 2,5
Kunstspeisefett     0,22 18,0 15,8 15,0 0,20 17,3 16,8 14,4

          Summe 0,32 27,3 21,1 17,7 0,30 26,9 21,7 17,1

Die Einfuhr dieser Speisefette hat sich sonach vervielfacht. Sie war auch im letzten Berichtsjahr – trotz ihres aus der Überwindung des schlimmsten Ernährungselends folgenden Absinkens – noch sechzigmal so hoch als die des größeren Deutschland 1913.

Das Umgekehrte zeigt sich wieder bei der Ausfuhr. Während 1913 53 301 t Speisefette für 50,9 Millionen M an das Ausland verkauft wurden, war in der Nachkriegszeit zunächst fast die gesamte deutsche Margarineproduktion einschließlich der eingeführten Mengen für den Inlandsverbrauch notwendig. Die Ausfuhr aller Speisefette (Margarine, Pflanzentalg, Kunstspeisefett) zusammen betrug 1923 nur 956 t, 1924: 4 172 t, 1925: 12 670 t im Werte von 13,1 Millionen M, ist also trotz der Steigerung in den letzten Jahren auch heute noch unwesentlich.

Wie bei anderen lebensnotwendigen Verbrauchsgütern überseeischen Ursprungs, zeigt sich also auch bei den Fettstoffen pflanzlicher Herkunft, die hier im besonderen behandelt wurden, daß einem stark gesteigerten Bedarf neuerdings nur eine außerordentlich eingeschränkte Rohstoffversorgung gegenübersteht, daß das eingeführte Fertigfabrikat den Ausfall an eigener Erzeugung ersetzen muß, und daß die Möglichkeit der Schaffung von Ausfuhrgütern über den eigenen Bedarf hinaus auf ein Mindestmaß gesunken ist. Irgendeine Aussicht, etwa in Deutschland selbst die Gewinnung von Ölrohstoffen nennenswert zu steigern, besteht nicht. Es war bereits er- [84] wähnt worden, daß die Anbauflächen von Ölfrüchten vor dem Kriege bereits erheblich zurückgegangen waren. Zwar hatte die Abschnürung aller Zuflußquellen während des Krieges eine Belebung des Ölfruchtbaues gebracht, indessen ist sie im Ergebnis so gering gediehen, daß eine spürbare Erleichterung der Versorgungslage sich daraus nicht ergeben kann. Denn der Ölfruchtbau in Deutschland hat sich neuerdings bereits wieder rückgängig entwickelt, wie man aus einigen Zahlen schließen kann, die zwar nicht für das ganze Reich, wohl aber für Preußen vorliegen, und einen Vergleich mit der Vorkriegszeit ermöglichen. Nach den Anbauflächenerhebungen des Preußischen Statistischen Landesamts im Mai der unten bezeichneten Jahre entfielen auf

   Raps und Rüben    Flachs und Lein
1913     18 326 ha   11 791 ha  
1924 24 444  " 23 203  "
1925 22 563  " 22 149  "

Daß die Frage der Fettrohstoffe schon vor dem Kriege sehr brennend war, ist einleitend ebenfalls dargelegt worden. Das hatte zu planmäßigen Versuchen geführt, den deutschen Kolonialbesitz zu ihrer Gewinnung nutzbar zu machen. Die Aussichten, die sich dafür boten, waren als durchaus günstig anzusehen. Von alters her wurden Ölpalmen, Erdnüsse usw. von den Eingeborenen für ihre eigenen Ernährungszwecke benutzt. Es galt, sie regelrecht auszubeuten oder zu kultivieren. In erster Linie kam dafür die Ölpalme in Frage, die in weiten Gebieten der afrikanischen Schutzgebiete gedeihen kann, daneben aber auch Ölfrüchte wie Erdnüsse, Sesam u. dgl. Die Vorbereitungen für die Einführung ihrer Kultur waren schwierig und zeitraubend. Zunächst galt es, geeignete Bezirke ausfindig zu machen, die schon einigermaßen durch Verkehrsmittel erschlossen waren. Denn Ölfrüchte und Ölrohstoffe sind Massengüter. Sie werden erst beweglich, wenn es gelingt, die in und für sich billigen Produkte mit geringen Transportkosten an die Küste zu bringen. Gerade an die Eisenbahnpläne der letzten Jahre deutscher Kolonialherrschaft waren daher erhebliche Hoffnungen zu knüpfen. Des weiteren mußten eingehende Untersuchungen die für die Ausbeutung der Ölpalmen wichtige Frage des Schälens und Knackens der Nüsse und des Pressens der ölliefernden Bestandteile zu lösen versuchen. Auch hier war auf Grund des tatkräftigen Vorgehens der Gouvernements von Kamerun und Togo mit Hilfe der schon früher erwähnten Wanderlehrer, durch Einrichtung von Ölpalmeninspektionen usw. schon 1913 ein gewisser Abschluß erreicht worden, so daß die Grundlage für eine Ausdehnung [85] der Kulturen geschaffen war. Das Kolonial-Wirtschaftliche Komitee nahm sich überdies der Frage mit Eifer an und setzte im Jahre 1913 eine besondere Ölrohstoffkommission ein. Pflanzungsgesellschaften in beiden genannten Kolonien nahmen die regelrechte Kultur der Ölpalme in ihre Betriebe auf. In den Südseebesitzungen gewann die Kultur der Kokospalme immer größere Ausdehnung. Die Wirkungen dieser Bemühungen blieben nicht aus, und es gelang, die über den starken Eigenverbrauch der Schutzgebiete für die Ausfuhr verfügbare Menge von Ölrohstoffen erheblich zu erhöhen. Die Ausfuhrzahlen, in denen alle Öl- und Fettrohstoffe zusammengefaßt sind, stellen sich folgendermaßen:


Jahr       In 1000 t In Millionen M

Deutsch-
 Ostafrika 
 Kamerun   Togo  Deutsch-
 Ostafrika 
 Kamerun   Togo 

1899 1,1   9,8 8,2 0,3 2,1 2,1
1900 2,1 11,1 8,6 0,5 2,6 2,4
1901 4,3 11,5 10,8 1,0 2,7 3,3
1902 4,8 13,8 12,5 1,1 3,3 2,8
1903 5,4 13,9 5,9 1,1 3,3 1,3
1904 6,9 10,3 6,8 1,3 2,1 1,4
1905 6,3 12,1 3,7 1,3 2,5 0,8
1906 7,4 13,4 4,1 1,6 3,0 0,9
1907 5,9 16,7 5,7 1,8 4,2 1,5
1908 6,3 14,5 6,7 1,4 3,2 1,5
1909 5,9 16,8 11,3  1,3 3,7 2,8
1910 9,4 17,4 11,5  2,7 4,9 3,3
1911 9,6 18,7 17,7  2,7 5,6 5,4
1912 12,2  19,9 15,3  3,4 6,1 4,9
1913 18,9  23,9 8,3 4,9 8,1 3,1

Außer den aufgeführten Schutzgebieten lieferten auch die ehemals deutschen Südseebesitzungen Ölrohstoffe, im wesentlichen Kopra, und zwar im Jahre 1912: 28 500 t im Werte von 10,1 Millionen M.

Waren diese Ausfuhrzahlen auch nicht groß genug, um einen merkbaren Einfluß auf die Marktlage auszuüben, so zeigte sich doch eine erfreuliche Aufwärtsbewegung. Die Kulturmaßnahmen, von denen weiter oben gesprochen worden ist, hatten noch nicht Zeit gehabt, sich auszuwirken. Es liegt kein Grund vor, zu bezweifeln, daß sie angesichts der fast unbegrenzten Aufnahmefähigkeit des Marktes für pflanzliche Ölprodukte den gehegten Erwartungen würden entsprochen haben. Das Wichtigste, die natürlichen Vorbedingungen, waren vorhanden.







Die Bedeutung kolonialer Eigenproduktion
für die deutsche Volkswirtschaft

Dr. Max Warnack