  |
War Hitler ein Diktator?
Friedrich Christian Prinz zu
Schaumburg-Lippe
Teil 9 - Die ewige ethische Gesetzmäßigkeit der
Natur
"Warum sagen Sie das alles erst heute?" wird vermutlich mancher
fragen. - Erstens deswegen, weil es viele gab, die viel mehr Material zum Beweise hatten und
haben, die außerdem einen weitaus höheren Rang bekleideten
als ich - denen es allerdings aber auch an dieser wohl einzigartigen persönlichen
Verbindung zu Hitler fehlte. Der einzige, der Hitler persönlich vortrefflich schilderte,
lebte
aber leider nicht in Berlin. Er ist ein großer Künstler, war aber niemals in der
Politik
tätig - Dr. Hans Severus Ziegler, Generalintendant der Thüringischen Theater. Sein
Buch ist
wahr - das ist das höchste Lob, das man heutzutage einem Buch zollen kann.
Etliche der einst hohen Funktionäre der Partei oder des Staates haben sich bemüht,
die Wahrheit zu verkünden. Manch gutes Buch ist dabei. Aber die Tatsache, daß
jemand nur dienstlich mit Hitler zu tun hatte, ist hinderlich. Es hätte nie einen
Nationalsozialismus ohne Hitler gegeben. Weil es ihn gab, mußte es den
Nationalsozialismus geben und weil es nach langem, zähem Ringen dann
schließlich
beide gab, entstand die Gemeinschaft des deutschen Volkes. Es kann also eigentlich nur jemand
über diese Zeit schreiben, der über Hitler schreiben
kann - und zwar über den Menschen Hitler. Ich hatte das große
Glück, ihn nur
in jenen Zeiten zu erleben, in denen er noch ganz der echte war, frei von allen Zwängen,
die
von außen kamen, als es rentabel wurde, sich auf die Revolution zu berufen.
Ich kannte den revolutionären Staatsmann Hitler, der noch ganz identisch war mit dem
Menschen Hitler. Und mein zweites Glück war, daß ich mich ihm gegenüber
unabhängig fühlen
konnte - ich war weder auf ein Gehalt noch auf einen Rang angewiesen und erst recht nicht auf
irgendeine Gesellschaft. Er wußte das, hat selbst mit mir darüber gesprochen.
Darum
wage ich zu sagen: Ich habe Hitler gekannt. Und darum fühlte ich mich zu dieser Schrift
verpflichtet. Denn solches Wissen bedeutet meines Erachtens auch, daß man die
Verpflichtung hat, es dem Volk und allem voran der Nachwelt weiterzugeben. Unser Volk hat
ein
Anrecht auf jedes Wort der Wahrheit, welches ihm endlich hilft, wieder zu einem gesunden
Selbstvertrauen zu kommen. Und ich meine, jede deutsche Regierung muß mir
zustimmen,
wenn ich sage: Nur die Wahrheit kann uns helfen, unter
uns - und nach außen!
"Der Glaube an die Erbsünde hat die wahre Erbsünde
geschaffen.
Das Christentum
predigte so lange die Bösheit der menschlichen Natur, bis sie wirklich böse
wurde."
Coudenhove-Kalergi, in Held und
Heiliger
Das Deutsche Reich besteht noch - aber leben kann es erst wieder mit der
Wahrheit - denn diese zeigt gerade in der größten Not ihre eigentliche
Stärke.
Der Sorgen um die Zukunft unseres Deutschland gibt es entsetzlich viele. Die
größte
aber ist der Verfall unseres
Volkes - wie er leider in mehrfacher Hinsicht erschreckende Formen annimmt. Die eigentliche
Ursache davon ist die Tatsache, daß einem stolzen Volke das Selbstvertrauen genommen
wurde. Dieses Volk ist noch in der Lage, zu leben, nicht aber zu kämpfen. Daß eine
solche Tatsache von den Gegnern dieses Volkes ausgenutzt wird, ergibt sich von selbst.
Wo die Ehre nichts mehr gilt, kann es auch kein Vertrauen mehr geben. Wo es kein Vertrauen
mehr gibt, sind auch keine Freunde und Kameraden mehr zu finden. Da wird der Mensch
langsam
aber sicher zum Raubtier. Ob der Staat die Verbrecher "behandelt" oder bestraft, kommt auf eins
heraus: Ihre Zahl nimmt erschreckend zu, auch dann, wenn sie weniger in Erscheinung treten.
Dies ist seit eh und
je - bei etlichen großen Völkern der
Menschheitsgeschichte - immer der gleiche Werdegang gewesen, welcher nach einem Leben in
Genuß und Verschwendung in schauerlicher Selbstvernichtung endete. Am Anfang dieser
Entwicklung stand in allen Fällen die Vernichtung des Selbstvertrauens. Wer sich
nämlich nicht mehr selbst vertrauen kann, der vertraut auch keinem anderen mehr und
wer
keinem mehr traut, ist damit schon verloren.
Noch könnten wir unser Volk retten, wenn wir ohne Rücksicht auf Parteien,
Konfessionen, Klassen und Stände uns alle nur noch als deutsche Menschen sehen, die ein
neues Leben miteinander beginnen, indem sie zunächst zur absoluten Wahrheit vor sich
selbst und dann vor anderen zurückkehren. Wir bitten unsere Regierungen, uns dabei zu
helfen. Vergangenheit muß Vergangenheit
bleiben - aber in Wahrheit! In unbedingter, uneingeschränkter Wahrheit. Die Wahrheit ist
die Voraussetzung für die Ehre. Wahrheit plus Ehre ergibt
Treue - und diese drei zusammen ergeben das wesentlichste aller Ideale: die wahre Liebe. So
will
es die ewige ethische Gesetzmäßigkeit der
Natur - und sie bedarf nicht unserer Zustimmung.
Die Wahrheit ist eines der größten Ideale der Menschheit. Sie steht in
Abhängigkeit zu den anderen großen Idealen: Treue, Liebe und Recht. Alle
gehören sie zu den ewigen ethischen Naturgesetzen. Sie sind daher unabdingbar und
niemals teilbar. Man darf und kann nicht sagen: Wahrheit,
Recht - ja! Aber nicht für Hitler, denn er war ein furchtbarer Verbrecher, er war an allem
schuld.
Die Jurisprudenz legt heute in ganz besonderem Maße Wert darauf, den Verbrecher als
Menschen zu sehen, zu behandeln und zu beurteilen. Das ist ein großartiger Standpunkt!
Er
hat die restlose Anerkennung der ewigen ethischen Gesetze der Natur zum Inhalt! Das sehr
wandelbare "Gut" und
"Böse" - "Engel" und "Teufel" - "Abgott" und "Satan" - gründet sich mehr auf
kirchlichen denn auf
religiösen - und schon gar nicht auf wirklich naturgemäßen
Ordnungsfundamenten.
Fast zweitausend Jahre mußten vergehen, bis die Menschen langsam damit beginnen,
Christus als einmaligen Menschen zu
sehen - nicht mehr und nicht weniger. Wer die "Teufel" abschaffen will, muß auch die
"Engel" vergessen, und zwar aus einem einzigen Grund: des wahrhaftigen Menschen wegen,
jenes
Menschen,
der - vor allem, was seine Seele betrifft - als Teilchen der ewigen Ordnung dieser Welt eine
große, geheimnisvolle, wesentliche Rolle und damit Aufgabe und Verantwortung hat.
Zeiten, in denen Deutsche in Deutschland "Verbrecher" genannt wurden, während aus den
gleichen Gründen Franzosen in Frankreich oder Engländer in England als "Helden"
gefeiert
wurden - solche Zeiten darf es nicht mehr geben. An Stelle des sehr verschiedenen "gut" und
"böse" muß das "richtig" oder "falsch", "verantwortungsvoll" oder
"verantwortungslos" menschlichen
Verhaltens - im Rahmen der ewigen Ordnung der Natur - gesehen werden, damit die Menschheit
endlich frei werde aus dem entsetzlichen Kreislauf, den Diderot schilderte, als er schrieb: "Das
Böse ist das, was mehr Nachteile als
Vorteile - und das Gute, was mehr Vorteile als Nachteile bringt."
"Von Natur gibt es weder Gutes noch Böses, sondern den Unterschied
hat die menschliche
Meinung gemacht."
Sextus Empiricus
Zu den größten Gefahren für die Menschheit zählt zweifellos jene
Großmannssucht der internationalen Machtergreifung, denn sie ist der verheerendste
Vorstoß gegen das Gesetz der Vielfalt der Natur. Alle Internationalität wirkt sich
am
Ende gegen die Freiheit der naturgemäßen Ganzheiten aus. Nicht nur das: Sie ist
zudem die sicherste Voraussetzung zur Anonymität in der Politik. Und das ist die Basis
für die größten Verbrechen, umso mehr, als der sogenannte Fortschritt der
Technik einer solchen Entwicklung mehr und mehr alle Voraussetzungen zu ihrer Ausdehnung
bietet.
Es ist geradezu grotesk, wenn heute eine internationale Macht, die über die ganze Erde
mit
einem groß angelegten Netz von Computersystemen arbeitet, es wagt, irgend einen
international nicht gebundenen Staatsmann "Diktator" zu nennen, weil er als ehrlicher Mensch
versucht, in direkter Beziehung zu seinem ihm anvertrauten Volk zu handeln, ohne
Zwischenschaltung von gewissenlosen Maschinen!
Gerade diese internationalen Mächte aber sind es, von denen der konzentrierte
Verleumdungsfeldzug gegen das geschlagene Deutschland mit wachsender Intensität
geführt wird. Eine dermaßen breit angelegte und nur aus dem Dunkel der
Anonymität heraus durchführbare Offensive der Lüge und des Betruges ist
erst
möglich, seitdem die Menschheit von den verhältnismäßig nur
wenigen
Machthabern im Bannkreis der internationalen Mächte beherrscht wird.
Auf dem Internationalen Militärtribunal (IMT) zu Nürnberg hat man zwischen
1945
und 1949 Menschen verurteilt,
die - ganz gleich wie - sicherlich das Beste für ihr Volk wollten und nur darum so
gehandelt
haben. Da diese sich alle angegriffen fühlten, denn sie alle standen mitten im
größten Aufbauprozeß ihres Volkes und konnten nichts weniger gebrauchen
als
einen Krieg, so haben sie
sich - allerdings erst viel zu spät - zu einem totalen Krieg entschlossen, nachdem die
Gegner diesen schon längst führten.
Der ganze Nürnberger Prozeß war ein Unglück für beide
Seiten,
weil
unser Gegner nicht Frankreich, England, Rußland, Amerika usw. hieß, sondern die
Summe der diese Länder beherrschenden internationalen Macht.
Unzählige - sehr aufrichtige - Gespräche mit höheren Frontoffizieren solcher
Mächte in deren Ländern haben mir immer wieder bewiesen, daß es so und
nicht anders war. Keines jener Völker wollte Krieg mit
Deutschland - und erst recht wollte das Reich so lange wie irgend möglich mit ihnen allen
in Frieden leben. Hitler und sein Werk wurde nicht zuletzt von den meisten
Völkern und
sogar von den bedeutendsten ihrer
Politiker - wie z. B. Winston Churchill, Pierre Laval usw. - bewundert.
Wer hat denn die erste und bis heute bedeutendste aller Internationalen geschaffen? Die
Internationale des Proletariats? Karl Marx! Er war der Mann, der die Welt erobern wollte. Und
zwar nicht für ein Volk oder alle
Völker - sondern lediglich und ganz betont nur für das Proletariat, auf Kosten aller
anderen. Er hat selbst geschrieben, daß er, wenn nötig, bereit ist, das ganze
Bürgertum zu vernichten! Und in der großen russischen Revolution haben seine
Gefolgsleute entsprechend
gehandelt - sie haben Millionen umgebracht! Warum haben es die Historiker und Politiker fast
aller Länder unterlassen, Karl Marx öffentlich einen Diktator zu nennen? Ist die
Internationale des Proletariats nicht der bisher bei weitem stärkste Aufmarsch zur
Weltdiktatur?
Die große Revolution während des Ersten Weltkrieges in Rußland ging nicht
in
erster Linie von den Russen aus, ebensowenig wie die Aufstände der Marxisten in
Deutschland während der zwanziger Jahre in erster Linie von Deutschen ausgingen, die in
Österreich nicht von Österreichern, die in Ungarn nicht von Ungarn, die in Spanien
nicht von Spaniern und die in Italien nicht von
Italienern - sie alle zusammen kosteten Europa mehrere Millionen Tote. Das Ziel war
überall das gleiche: die "Diktatur des Proletariats!" Wo es ihnen nur durch Anwendung
brutalster Gewalt irgend möglich
war - ganz gleich in welchen Ländern - handelten sie als Diktatoren: Die Trotzki, Adler,
Luxemburg, Liebknecht, Radek usw. und allen
voran - Karl Marx!
Vergessen wir nicht, daß im Hof des Residenzschlosses zu München 1919 auf
Anordnung des Juden Eisner etwa 300
Geiseln - zum großen Teil um die Verteidigung des Vaterlandes verdiente
Männer - ohne Gerichtsurteil hingeschlachtet wurden. Daß Rosa Luxemburgs und
Karl Liebknechts Aufstände in Berlin, Hannover und Hamburg, in Sachsen, Hessen und
im
Ruhrgebiet zusammen weit mehr als 50,000 Tote kosteten, daß der von der Diktatur des
Proletariats angezettelte und zunächst für Spaniens Existenz höchst
bedrohliche Aufstand im Jahre 1936 dem spanischen Volk mehr als eine Million Tote
kostete.
Damals beteiligten sich auf seiten der Roten Internationale unter anderem auch Togliatti,
Hemingway, Willi Brandt und viele andere führende Marxisten aus den verschiedensten
Ländern, von denen manche heute in Deutschland politisch sehr aktiv sind. Es waren fast
nie Menschen aus dem Lande selbst, welche das Blutbad anrichteten, um diktatorisch zu
herrschen, sondern Fremde, sozusagen legitimiert durch die "Internationale des Proletariats", die
notfalls laut Karl Marx die Vernichtung des Bürgertums beabsichtigte.
Wer wagt es zu bestreiten, daß der Gedanke der "Diktatur des Proletariats" rings um
unsere
Erde unzählige, zum Teil sehr blutige Revolutionen auslöste und zahlreiche
Diktaturen schuf. Dazu müssen auch jene Revolutionen gezählt werden, die
naturgemäße Gegenkräfte auslösten und entsprechende
Gegenrevolutionen.
In diesem Zusammenhang sind die beiden Weltkriege zu verstehen. In beiden Fällen ging
es um die Auslösung der marxistischen Weltrevolution und die dementsprechenden
Reaktionen. Kein Wunder, daß die feindliche Propaganda und Verleumdung nicht erst bei
Hitler und seinem Aufstieg ansetzte, sondern bereits zu Zeiten Kaiser Wilhelms II. Daraus
ersehen wir, daß sie primär weder Kaiser noch Hitler galt, sondern dem Deutschen
Reich und dem deutschen Volk. Wenn das nicht so wäre, würde der riesige
Aufwand
der antideutschen Verleumdung heutzutage, 32 Jahre nach Hitlers Ende, vom Standpunkt der
Gegner aus völlig sinnlos und unverständlich sein.
Die Diktatur des Proletariats hatte aus der Natur der Sache heraus und der Art der
Menschen - für und wider - nach Ansicht der führenden Marxisten keinen
größeren Feind als das Reich der Deutschen. Es ist daher der Diktatur des
Proletariats
um nichts mehr zu tun als darum, dieses Reich zu zerstören, für immer
auszuschalten, es zumindest zu einem ohnmächtigen Staatswesen dritten Ranges
herabzusetzen.
Der Marxismus kann weder als demokratische noch gar als sozialistische
Bewegung gelten - er ist von Marx und all seinen treuesten Verfechtern in äußerst
bezeichnender Weise als die Diktatur des Proletariats ausgerufen und immer wieder
dementsprechend gefeiert worden. Eine Revolution aber, die ausschließlich nur für
einen bestimmten Teil des Volkes kämpft und darum die anderen Teile dieses Volkes
möglichst auszuschalten trachtet, eine solche Revolution ist der schlimmste Feind der
Gesamtheit des Volkes, also der wahrhaft sozialistischen Gemeinschaft. Wer so eine Revolution
"sozialistisch" oder "demokratisch" nennt, der betrügt sein eigenes Volk!
Dies festzustellen ist sehr wesentlich, denn die Marxisten haben gerade dadurch eine solche
Machtposition gewonnen. Mit ihrem Godesberger Programm haben sie obendrein noch Stimmen
aus dem "bürgerlichen" Lager dazubekommen und zwar von jenen, denen noch der echte
Sozialismus - der sich auf die naturgemäße Ganzheit des Volkes
bezieht - in den Knochen steckte.
Wenn Hitler das deutsche Volk und Reich aus der verzweifelten Lage der zwanziger Jahre retten
wollte, mußte er einen Weg finden, den jeder Deutsche gehen konnte. Er mußte eine
Partei schaffen, in der sich alle
Deutschen - ohne Unterschied, nur als Deutsche eben - wohlfühlen konnten. Eine solche
Partei konnte nicht durch blutige Auseinandersetzungen an die Macht kommen. Mit Blutopfern
kann man Siege erringen, nicht aber eine Gemeinschaft herbeiführen. Mit Blutopfern
kann
man Schrecken einjagen, nicht aber echte Kameradschaft
gewinnen - vielleicht ein Bündnis, niemals aber die Gemeinschaft, die Ganzheit. Dies hat
Hitler von Anfang an klar gesehen und auch stets von neuem verkündet.
Daraus ergab sich ganz logisch sein Opfergang an der Feldherrnhalle, bei dem seine Partei das
Feuer der Polizei nicht erwiderte. Hitler, Heß, Göring und General Ludendorff
marschierten aufrecht und ohne zu zögern in die Salven. Vierzehn Tote gab es und viele
Verwundete - unter letzteren auch Göring. Dieser Marsch war
dann - symbolisch gesehen - für die Revolution von größter Bedeutung.
Hitlers
und seiner Männer Haltung in jenen Minuten blieb Vorbild für die späteren
Millionen, die sich nicht provozieren lassen durften. Sich nicht provozieren lassen steigert die
Disziplin und den Glauben. Eines bedingt das andere. Nichts sonst schafft so gute
Kameradschaft.
Nichts anderes macht so guten Eindruck auf den Gegner. Viele ehemalige Gegner haben mir das
nach dem Krieg im Lager bestätigt.
Im Jahre 1932 war ich nur einfacher SA-Mann. Ich fuhr mit meiner Frau durch Hangelar bei
Bonn, als der damalige Kreisleiter der KPD aus seinem Haus auf mich schoß. Die Kugel
traf die Tür neben mir, genau zwei Handbreit unter meinem Kopf. Ich verzichtete auf
Strafverfolgung, und Hitler dankte mir dafür.
Zu Weihnachten 1933 ließ Dr. Goebbels im rotesten Stadtteil
Groß-Berlins längs einer der Hauptstraßen im Kommunistenviertel einen
riesigen Gabentisch aufstellen. Nationalsozialistische und kommunistische Familien wurden
gemeinsam beschert. Während dieser sehr zu Herzen gehenden Stunde erschien einer der
führenden Kommunisten. Er war soeben aus dem Gefängnis entlassen worden,
obwohl er eine Anzahl böser Gewalttaten auf dem Gewissen hatte. Ich sah ihn kommen,
denn man hatte ihn vom Gefängnis direkt bis an den Gabentisch gefahren. Dort sah er
seine
Familie im Kreise seiner alten
Kameraden - zugleich aber seinen größten Gegner, Dr. Goebbels, und dessen
Männer. Diese Minuten gehören heute noch zu den schönsten meines
Lebens.
"Schöner konnte dieses Weihnachten nicht sein", sagte Goebbels, und er
hatte recht. - Es waren übrigens die Russen, die 1946 beim IMT in Nürnberg
dafür sorgten, daß die SA im ganzen freigesprochen wurde, somit nicht zu den
sogenannten "verbrecherischen Organisationen" zählte.
Wo hat es jemals ein 70-Millionen-Volk höchster Zivilisation und Kulturstufe gegeben,
das
bei einer Wahl 98% seiner Stimmen einem einzigen Mann gab? Nirgends! "Für mich gibt
es
keine Gegner mehr in diesem Volk", sagte Adolf Hitler in meiner Gegenwart, als er gefragt
wurde,
ob er jene 2% kenne.
Während der Berliner Olympiade 1936 erlebte ich, wie Hitler sagte, man müsse
versuchen, so traurig es sei, den Medaillensegen für die deutschen Sportler zu
bremsen - es werde sonst den ausländischen Gästen gegenüber langsam
peinlich.
Der Mann war wirklich kein Diktator - aber die Verleumder haben stets
versucht, ihn
als solchen hinzustellen. Und die Menschen sind nun einmal so, sie glauben lieber das
Böse als das Gute, lieber das Falsche als das
Richtige - vor allem dann, wenn sie vermuten, auf diesem Weg möglichst viel zu
profitieren, was sich auf Dauer jedoch stets als Irrtum erweist.
Adolf Hitler hat ganz gewiß niemals den Krieg gewollt, ganz im Gegenteil hoffte er, einen
sehr langen Frieden vor sich zu haben. All seine tatsächlichen Interessen waren
nämlich ausschließlich im Frieden zu verwirklichen. Unter denen, die ihn und das
ganze deutsche Volk bis heute verleumden, ist und war so gut wie keiner, der ihn wirklich
persönlich, als unabhängiger Mensch erlebte, und zwar lange genug, um gerecht
urteilen zu können.
Seine Pläne für die Nachkriegszeit waren gewaltig - von der Bekämpfung der
Krebskrankheiten bis hin zu den riesigen Werken, welche er zusammen mit den Staaten Afrikas
in der Sahara bauen wollte, um die Sonnenenergie zu nutzen. "Man braucht nicht mit allen
verbündet oder gar verschworen zu
sein - ohne die internationalen Bindungen kann man allen viel besser
helfen" - das war seine Meinung. Höchst interessante Pläne lagen schon
vor - wir alle wollten so bald wie möglich Frieden. Hitler bot
ihn vier- oder fünfmal an und
bekam - keine Antwort! Kann man ihn trotzdem schuldig nennen,
verbrecherisch - einen Diktator?
Der Leser möge selbst entscheiden, sich aber darüber im Klaren sein, daß
Unwahrheit stets zum Nachteil für alle ist. Gerade das Vergangene sollte für den
Beschauer klar sein bis ins Innerste, wie ein wertvoller Diamant, ebenso natürlich und
fest.
|